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Autismus-Diagnostik bei Erwachsenen

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„Vielleicht haben Sie sich schon lange gefragt, warum soziale Situationen, Reize oder Veränderungen für Sie anders funktionieren.“

Vielleicht kommt Ihnen einiges davon bekannt vor

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  • Soziale Situationen können für Sie anstrengend sein, auch wenn Sie grundsätzlich gerne Kontakt zu anderen Menschen haben.

  • Sie wissen manchmal nicht intuitiv, was andere von Ihnen erwarten.

  • Smalltalk fällt Ihnen schwer oder fühlt sich wenig natürlich an.

  • Sie denken Gespräche im Nachhinein noch einmal ausführlich durch.

  • Sie brauchen nach sozialen Kontakten viel Zeit für sich.

  • Veränderungen oder unerwartete Situationen bringen Sie leichter aus dem Gleichgewicht.

  • Bestimmte Routinen und Abläufe geben Ihnen Sicherheit.

  • Sie können sich intensiv und über lange Zeit mit bestimmten Themen beschäftigen.

  • Geräusche, Licht, Gerüche, Kleidung oder Berührungen können Sie besonders stark wahrnehmen.

  • Sie fühlen sich in größeren Gruppen schnell überfordert.

  • Sie haben häufig das Gefühl, andere Menschen würden soziale Dinge intuitiv verstehen, die Sie erst bewusst entschlüsseln müssen.

  • Sie haben über viele Jahre gelernt, Ihre eigenen Bedürfnisse zurückzustellen oder sich an andere anzupassen.

  • Sie fühlen sich manchmal „anders“, konnten aber nie genau benennen, warum.

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Keiner dieser Punkte bedeutet für sich allein Autismus. Autismus kann sich bei Erwachsenen sehr unterschiedlich zeigen. Deshalb geht es bei einer Diagnostik nicht darum, einzelne Merkmale abzuhaken, sondern darum, Ihre persönliche Entwicklung und Ihre individuellen Erfahrungen zu verstehen.

Eine Diagnose kann eine neue Perspektive eröffnen

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Viele Erwachsene beschäftigen sich erst relativ spät mit dem Thema Autismus. Manche stoßen durch eigene Recherche oder Social Media darauf. Andere erhalten den Hinweis von Angehörigen, Partnerinnen oder Partnern oder aus einem therapeutischen Zusammenhang. Und manchmal entsteht zunächst nur eine Frage:

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„Warum funktioniert mein Leben anders, als ich es bei anderen Menschen beobachte?“

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Eine diagnostische Abklärung kann dabei helfen, dieser Frage strukturiert nachzugehen. Dabei geht es nicht darum, Sie in eine Schublade zu stecken. Es geht darum, Ihre Wahrnehmung, Ihre Bedürfnisse und Ihre bisherigen Erfahrungen besser zu verstehen und einzuordnen.

Warum kann eine Autismus-Diagnostik hilfreich sein? Mehr Verständnis für die eigene Lebensgeschichte: Vielleicht gab es in Ihrem Leben viele Situationen, die Sie sich selbst nicht richtig erklären konnten. Freundschaften, die plötzlich schwierig wurden. Schul- oder Berufssituationen, die Sie ungewöhnlich viel Kraft gekostet haben. Das Gefühl, sich ständig anpassen zu müssen. Phasen von Überforderung, Rückzug oder Erschöpfung. Eine Diagnose kann dabei helfen, solche Erfahrungen aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Nicht als persönliches Versagen. Sondern als Teil Ihrer individuellen Art, die Welt wahrzunehmen und mit ihr umzugehen. Weniger „Warum bin ich so?“ Menschen, die lange versuchen, sich an ihre Umgebung anzupassen, entwickeln häufig sehr ausgeprägte Strategien: Sie beobachten andere. Sie lernen soziale Regeln bewusst. Sie überlegen vor Gesprächen, was sie sagen möchten. Sie versuchen, möglichst nicht aufzufallen. Diese Anpassung kann funktionieren – aber sie kann auch anstrengend sein. Eine diagnostische Einordnung kann helfen, die eigene Lebensweise besser zu verstehen und die Frage zu verändern: Nicht mehr: „Was stimmt mit mir nicht?“ Sondern: „Wie funktioniere ich – und was brauche ich?“ Eigene Bedürfnisse besser erkennen: Eine Diagnose allein verändert nicht automatisch den Alltag. Sie kann aber einen wichtigen Ausgangspunkt schaffen, um sich mit Fragen zu beschäftigen wie: Welche sozialen Situationen tun mir gut? Wann brauche ich Rückzug? Welche Reize überfordern mich? Welche Strukturen geben mir Sicherheit? Wie kann ich meine Energie besser einteilen? Wo passe ich mich unnötig stark an? So kann aus einer diagnostischen Abklärung ein besseres Verständnis für die eigenen Bedürfnisse entstehen.

Ablauf

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Worker with Ladder

1. Termin
Hier klären wir Ihr Anliegen und beginnen mit den klinischen Interviews und Fragebögen. Dieser Termin kann 50min dauern. 

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2. Termin
Hier analysieren wir den  Lebenslauf und die Biografie und binden (wenn möglich) eine/n Angehörige/n mit ein.
Dauer: 90min 

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3. Termin
Hier besprechen wir alle Befunde und Ergebnisse. Schauen gemeinsam meine Stellungnahme an und erörtern weiteres Vorgehen.
Dauer: 50min

Was Sie von mir erwarten können

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🤝 Eine wertschätzende Atmosphäre

Sie müssen sich für Ihre Schwierigkeiten nicht rechtfertigen.

 

🔎 Eine sorgfältige Diagnostik

Wir betrachten nicht nur einzelne Symptome, sondern das Gesamtbild.

 

💬 Verständliche Gespräche

Sie erhalten Raum für Ihre Fragen und eine nachvollziehbare Erklärung der Ergebnisse.

 

🧭 Orientierung

Die Diagnostik soll Ihnen helfen, Ihre Situation besser einzuordnen und nächste Schritte bewusster zu entscheiden.

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Was erhalte ich:

  • ausführliche diagnostische Gespräche

  • Erhebung der persönlichen und biografischen Anamnese

  • standardisierte diagnostische Verfahren

  • diagnostische Auswertung

  • differentialdiagnostische Einordnung

  • ausführliches Abschlussgespräch

  • Besprechung der Ergebnisse und möglicher weiterer Schritte

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